Ein gestohlener Laptop lässt sich ersetzen; Ihre Dokumente, Korrespondenz und Passwörter in fremden Händen sind viel schlimmer. Hier sehen Sie, was jede Schutzmaßnahme wirklich leistet, was nicht, und wie man sie kombiniert.
- Das Windows-Passwort schützt nur die Anmeldung. Das Laufwerk bleibt in einem anderen PC oder nach dem Start von einem USB-Stick lesbar.
- UEFI-Passwort (BIOS): kostenlos, sperrt die Starteinstellungen.
- Startpasswort: Disk Password Protection verhindert den Windows-Start, verschlüsselt aber nichts.
- Verschlüsselung schützt die Daten selbst: BitLocker für das Systemlaufwerk, Cryptic Disk für Datenpartitionen und externe Laufwerke. Kombinieren Sie alle drei.
Warum ein Windows-Passwort nicht ausreicht
In jedem dieser Fälle startet Windows gar nicht, sein Passwort spielt also keine Rolle:
1. UEFI-Passwort (BIOS) und kein Start von USB
Kostenlos. In den UEFI-Einstellungen (BIOS) des Laptops:
- legen Sie ein Administratorpasswort (Supervisor-Passwort) fest;
- deaktivieren Sie den Start von USB und anderen externen Geräten, oder setzen Sie das interne Laufwerk an die erste Stelle der Bootreihenfolge;
- lassen Sie Secure Boot eingeschaltet.
Ohne das Passwort kann niemand diese Einstellungen ändern.
2. Ein Passwort vor dem Start des Betriebssystems
Disk Password Protection fragt ein Passwort ab, bevor das Betriebssystem startet (so richten Sie es ein).
- Ohne das richtige Passwort startet Windows nicht
- Auch beim Start von diesem Laufwerk in einem anderen Computer und nach der Deinstallation des Programms
- Stealth-Modus: keine Abfrage, der PC wirkt eingefroren
- Verbirgt Partitionen, bis Sie den Schutz mit dem Passwort aufheben
- BIOS und UEFI, MBR und GPT, x86, x64 und ARM64; UEFI-Module signiert mit Microsoft UEFI CA 2023
- Verschlüsselt nichts
- Beim Start von einem USB-Stick entfällt die Abfrage
- An einem anderen PC ist das Laufwerk lesbar
- Verborgene Partitionen finden Datenrettungsprogramme
Kombinieren Sie das Startpasswort deshalb mit einem UEFI-Passwort (Schritt 1) und Verschlüsselung (Schritt 3).
3. Verschlüsselung der Daten
Ohne Passwort oder Schlüssel sieht das Laufwerk wie zufällige Bytes aus, auch in einem anderen Computer. Ausführlicher Vergleich: Verschlüsselungssoftware für Windows.
BitLocker
- In Windows Pro, Enterprise und Education enthalten
- Verschlüsselt das Systemlaufwerk und arbeitet schnell
- Windows Home hat nur eine vereinfachte „Geräteverschlüsselung“: kompatible PCs, fast keine Einstellungen (Details)
- Ohne Wiederherstellungsschlüssel kann ein Hardwaretausch oder Firmware-Update Sie von den Daten aussperren
VeraCrypt
Kostenlos, Open Source, verschlüsselt auch das Systemlaufwerk. Aufwendiger einzurichten; Einsteigern unterlaufen leicht Fehler.
Cryptic Disk
Cryptic Disk verschlüsselt Datenpartitionen, externe Laufwerke, USB-Sticks und Containerdateien.
- Transparent: mit dem Passwort einbinden, wie jedes Laufwerk nutzen
- Versteckte Volumes verbergen, dass die Daten überhaupt existieren
- Schlüsseldateien und Sicherheitstoken, statt oder mit Passwort
- Hardwarebeschleunigung für AES
- Portabler Modus: ohne Installation, ohne Spuren im System
- Verschlüsselt nicht die Systempartition
- Läuft nur unter Windows
Bewahren Sie wichtige Daten auf einer eigenen Partition oder in einem Container auf, und verschlüsseln Sie das Systemlaufwerk bei Bedarf mit BitLocker.
So kombinieren Sie die Maßnahmen
Keine Maßnahme wehrt allein alle Bedrohungen ab. Für die meisten Laptops:
Kurze Checkliste
Passwort festlegen, Start von externen Geräten deaktivieren.
BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel und Header-Sicherung von Cryptic Disk gehören an einen sicheren Ort, nicht auf diesen Laptop. Die Header-Sicherung öffnet sich mit dem Passwort, das beim Speichern galt.
Vor allem unterwegs: Im Energiesparmodus bleiben verschlüsselte Laufwerke eingebunden und die Schlüssel im Arbeitsspeicher. Mehr zum Schutz der Laptop-Daten auf Reisen.
Ohne Einschränkungen während der Testphase. Windows 11, 10, 8.1, 8, 7, Vista und XP.
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