Auf Reisen gerät ein Laptop viel leichter in fremde Hände als zu Hause. Das Gerät lässt sich ersetzen. Dokumente, E-Mails und Zugänge zu Firmensystemen sind dagegen schwer zurückzuholen.
- Das Windows-Passwort reicht nicht: Es schützt die Anmeldung, nicht das Laufwerk.
- Vor der Reise: nur nötige Daten mitnehmen, Backup zu Hause lassen, Laufwerke verschlüsseln, Startpasswort und UEFI-Passwort setzen.
- Unterwegs: herunterfahren statt Energiesparmodus, Bildschirm sperren, im öffentlichen WLAN ein VPN nutzen, Laptop ins Handgepäck.
- Bei Diebstahl: Passwörter ändern, überall abmelden, IT-Abteilung und Polizei informieren.
Welche Risiken auf Reisen drohen
Das Windows-Passwort schützt nur die Anmeldung. Ohne Verschlüsselung lässt sich das Laufwerk in einem anderen Computer oder nach dem Start von einem USB-Stick lesen.
Vor der Reise: den Laptop vorbereiten
Daten, die nicht auf dem Laptop sind, gehen auch nicht mit ihm verloren. Verschieben Sie Archive, alte Projekte und private Fotos auf den Rechner zu Hause oder eine externe Festplatte.
An der Grenze können Sie nach dem Recht des Landes verpflichtet sein, Zugang zu Ihren Geräten zu gewähren: ein Grund mehr, wenig mitzunehmen.
Kopieren Sie alles Wichtige auf eine externe Festplatte und lassen Sie diese zu Hause, nicht in derselben Tasche. Dort liegen auch der BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel und die Header-Sicherung von Cryptic Disk. Die Header-Sicherung hilft bei einem beschädigten Header, öffnet sich aber nur mit dem Passwort, das beim Sichern galt: Ohne Passwort lassen sich die verschlüsselten Daten nicht wiederherstellen.
Notieren Sie die Seriennummer des Laptops für die Anzeige und die Versicherung.
Ohne Passwort sieht ein verschlüsseltes Laufwerk wie Zufallsdaten aus, egal an welchem Computer.
- Systemlaufwerk (C:): BitLocker (Windows Pro, Enterprise, Education) oder die Geräteverschlüsselung (Windows Home, nur auf kompatibler Hardware). Speichern Sie den Wiederherstellungsschlüssel.
- Datenpartitionen, externe Festplatten, USB-Sticks: Cryptic Disk.
- Verschlüsselter Container: eine Datei mit allen Arbeitsdokumenten, die Sie mit dem Passwort als Laufwerk im Explorer einbinden. Anleitung: „Erstellung eines verschlüsselten Datenträgers“.
Disk Password Protection fragt ein Passwort ab, bevor das Betriebssystem startet. Ohne dieses Passwort startet Windows nicht, auch wenn das Laufwerk in einen anderen Computer eingebaut oder das Programm deinstalliert wird. Im versteckten Schutzmodus erscheint gar keine Passwortabfrage, und der Laptop wirkt wie eingefroren.
Schritt für Schritt: wie Sie ein Passwort beim Starten des PCs einrichten.

- Legen Sie ein UEFI-Administratorpasswort (Supervisor-Passwort) fest.
- Deaktivieren Sie den Start von USB und anderen externen Geräten.
- Lassen Sie Secure Boot eingeschaltet: Die UEFI-Module von Disk Password Protection 5.6 sind mit Microsoft UEFI CA 2023 signiert. Auf manchen Geräten, etwa Secured-core PCs, müssen Sie vorher in den UEFI-Einstellungen die Microsoft-UEFI-CA für Drittanbieter zulassen.
Testen Sie das vor der Reise und halten Sie den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel bereit.
Installieren Sie Updates für Windows, Browser und Virenschutz zu Hause: Über das Hotel-WLAN lädt ein großes Update mitunter nicht, und Sicherheitsupdates schließen bekannte Lücken. Mit einem Microsoft-Konto aktivieren Sie außerdem die Gerätesuche in den Windows-Einstellungen.
Was die Programme nicht können: Die Systempartition verschlüsselt Cryptic Disk nicht, dafür bleibt BitLocker zuständig. Disk Password Protection verschlüsselt nichts: Beim Start von einem USB-Stick erscheint keine Passwortabfrage, und in einem anderen PC lässt sich das Laufwerk lesen. Deshalb gehört es mit Verschlüsselung und UEFI-Passwort zusammen. Mehr zum Bootschutz.
Unterwegs: ein paar einfache Regeln

Versteckte Volumes für besonders sensible Daten
Falls man Sie zur Herausgabe des Passworts zwingen könnte, bietet Cryptic Disk versteckte Volumes: ein zweites, verstecktes verschlüsseltes Volume in einem Container oder Laufwerk.
Laptop gestohlen oder verloren: Was tun?
E-Mail, Microsoft-Konto, Onlinebanking, Firmendienste. Zuerst die, die im Browser gespeichert waren.
Bei E-Mail, Messengern, Cloud-Speicher und sozialen Netzwerken auf allen Geräten. Entfernen Sie den Laptop aus der Liste vertrauenswürdiger Geräte.
Bei einem Firmenlaptop sperrt sie den Zugang zu den Firmensystemen.
Bei Diebstahl bei der Polizei, bei Verlust auch Fluggesellschaft, Taxiunternehmen oder Hotel informieren. Das Aktenzeichen brauchen Sie für die Versicherung.
Über Ihr Microsoft-Konto, falls die Gerätesuche aktiviert war.
Aus dem Backup, auf einem neuen Gerät.
War das Laufwerk verschlüsselt und mit einem Startpasswort geschützt, bekommt der Dieb nur die Hardware, nicht Ihre Dateien.
Einen allgemeinen Überblick gibt der Leitfaden „Wie Sie Ihren Laptop und Ihre Daten vor unbefugtem Zugriff schützen“. Disk Password Protection finden Sie auf der Download-Seite.
Häufige Fragen
Reicht das Windows-Passwort, um den Laptop auf Reisen zu schützen?
Nein. Es schützt nur die Anmeldung, nicht das Laufwerk. Die Daten schützen Verschlüsselung, Startpasswort und UEFI-Passwort zusammen.
Energiesparmodus oder Herunterfahren: Was ist unterwegs besser?
Herunterfahren. Im Energiesparmodus bleiben verschlüsselte Laufwerke in der Regel eingebunden und die Schlüssel im Arbeitsspeicher. Nach dem Herunterfahren sind die Passwörter wieder nötig.
Brauche ich im Hotel-WLAN ein VPN?
Ja, in jedem fremden Netz. Ein VPN verschlüsselt den Datenverkehr zwischen Laptop und VPN-Server, sodass der Betreiber des Hotspots nicht mitlesen kann.
Kann Cryptic Disk den ganzen Laptop verschlüsseln?
Nein, die Systempartition verschlüsselt Cryptic Disk nicht. Für Laufwerk C: nutzen Sie BitLocker oder die Geräteverschlüsselung, Cryptic Disk für Datenpartitionen, externe Laufwerke und Container.
Was tun, wenn der Firmenlaptop gestohlen wurde?
Sofort die IT-Abteilung informieren, Passwörter ändern, sich überall abmelden und Anzeige erstatten. War das Laufwerk verschlüsselt, bleiben die Dateien für den Dieb unlesbar.
Ohne Einschränkungen während der Testphase. Windows 11, 10, 8.1, 8, 7, Vista und XP.
Kostenfreier Test Preise & Kauf